Seelensplitter RomanWelten

Stephanie Pinkowsky


Inspirationen und Gedanken

Auf dieser Seite findet ihr alles, was mich rund ums Schreiben und ums (Autoren-) Leben bewegt und beschäftigt. 


Wo sich eine Tür schließt, öffnet sich die nächste.



Der Spruch klingt zwar ein bisschen altklug, aber in meinen Krisen hat er sich immer bewahrheitet: "Wo eine Tür zugeht, öffnet sich eine andere." Wenn sich im Leben keine Veränderungen einstellen, die vielleicht auch erst einmal beängstigend und unangenehm sind, würden wir so manche Chance verpassen. Solche Veränderungen zwingen uns nämlich, umzudenken und unsere Prioritäten neu zu sortieren. Hätten sie mich Anfang 2016 nicht betriebsbedingt gekündigt, wäre ich noch immer eine kleine, unglückliche Bürokauffrau, die sich in einem falschen, fremdbestimmten Leben gefangen fühlt und ihren Kummer über ihr unerfülltes Berufsleben, ihren vermeintlich geplatzten Traum vom Schreiben und die vertanen Chancen mit allerlei privaten Eskapaden zu betäuben versucht. Was ich mir nun, wo ich ein Ziel und einen Lebensentwurf vor Augen habe, nicht mehr leisten kann. Im Nachhinein war also die Kündigung, die mich natürlich erst einmal in Existenzängste gestürzt hat, ein dringend benötiger Schubs, um endlich aus meiner Lethargie aufzuwachen und Verantwortung für mein Leben zu übernehmen. Ich sah ein, dass es keineswegs zu spät war, für meine Träume zu kämpfen und daran zu glauben! Seither gehe ich meinen Weg als Autorin. Konsequent, kompromisslos und voller Selbstvertrauen. Der Weg ist lang, steinig und voller Unebenheiten. Doch ich gehe ihn gerne, denn er führt zu mir. Ich wünsche allen, die unglücklich sind, die Kraft und die Möglichkeit, auszubrechen und das Leben zu führen, das euch glücklich macht! Scheitern gibt es nicht, nur Hinfallen, daraus lernen und wieder Aufstehen! 

 

Die Protagonisten - Die Kinder unserer Fantasie.



Wir Autoren erschaffen eine Parallelwelt und erwecken Charaktere zum Leben. Wir verleihen ihnen eine Persönlichkeit und eine Seele. In dieser Welt halten wir die Fäden des Schicksals in der Hand, bestimmen über Glück, Freude und Leid. Die Figuren begleiten uns eine Weile, manchmal werden sie sogar zu Freunden oder imaginären Feindbildern. Sie bewegen uns emotional, obwohl sie gar nicht existieren. Eigentlich verrückt, nicht wahr? Wir leiden mit ihnen und hassen sie manchmal zutiefst, aber wir lieben sie auch, denn unsere Protagonisten sind die Kinder unserer Fantasie.


Der Unterschied zwischen Neid und Missgunst.



Welches äußerst unbequeme, negativ behaftete Thema bleibt nicht aus, wenn man sich in einer öffentlichen Branche etablieren will? Ganz klar: Neid und Konkurrenz. Dabei macht es meiner Meinung nach keinen großen Unterschied, ob man noch ganz am Anfang seiner Laufbahn steht oder bereits einen Namen hat. Man wird immer jemanden finden, der (angeblich) größere Erfolge feiert als man selbst und dem es allem Anschein nach so viel besser geht. Doch es gibt einen Unterschied zwischen Neid und Missgunst. Gesunder Neid kann uns anspornen, besser zu werden und somit unsere eigenen Ziele zu erreichen. Missgunst hingegen macht unzufrieden und passiv. Mein Blickwinkel hat sich in dieser Hinsicht deutlich verändert, seit ich meine berufliche Sicherheit gekappt habe und mich ganz dem Schreiben widme. Unabhängig von meinem persönlichen Geschmack respektiere ich die Leistung eines jeden Künstlers, egal ob bekannt oder nicht, egal ob Autor, Maler, Schauspieler oder Musiker. Allein schon für den Mut, den es erfordert, seine Werke zu präsentieren, in denen ja immer ein Stück Seele des Künstlers wohnt. Für die Zeit und Arbeit, die in einem Buch, einem Bild, einem Film oder anderen kreativen Werken stecken. Mein Respekt gilt allen (noch) Unbekannten, die tagtäglich um Aufträge und ihr Auskommen kämpfen müssen. Aber auch hinter (fast) jedem erfolgreichen Künstler steht ein Mensch, der vielleicht einst genauso gekämpft hat wie ich, der vor dem Durchbruch / dem Bestseller jahrelang in der Branche ignoriert worden ist und sich möglicherweise gegen die besorgte Familie oder den Partner durchsetzen musste, um seinen eigenen Weg zu gehen. Mit einer gewissen Empathie betrachtet fällt es leicht, "Neid" produktiv zu nutzen und Missgunst gar nicht entstehen zu lassen.


Meine Faszination für Tabuthemen - woher kommt sie?



Meine Faszination für Tabuthemen - woher kommt das?  Wer meine alten und neuen Kurzgeschichten sowie die alte Version von Seelensplitter kennt, der weiß, dass ich mich mit Themen beschäftige, über die in der Gesellschaft lieber geschwiegen wird. Ich schreibe über verbotene Leidenschaft und Sex, über Betrug, Intrigen und Obsessionen. Aber auch über Schicksalsschläge, Tod und Selbstmord. Meine Texte sind unverblühmt, schonungslos und mit einer Vehemenz geschrieben, die in der Vergangenheit so manchen Leser hat schaudern lassen. Wie kommt eine so junge Autorin zu solchen Themen? Diese Frage höre ich nur allzu häufig und ich beantworte sie gerne. Ich selbst bin eine ruhige und nachdenkliche, aber vollkommen glückliche und lebensbejahende Person. Doch wir alle müssen unsere persönlichen Prüfungen und Krisen im Leben bewältigen. Niemand ist geschützt vor Verlust, Trauer und Schmerz. Schicksalsschläge und Lebenserfahrung, Fehlentscheidungen und Kummer hinterlassen Narben, die uns reifen lassen und uns prägen. Doch wir verbergen diese Narben, weil man "darüber nicht spricht" - und so werden sich andere Ventile gesucht. Hier setzt mein kreatives Schaffen an. Was macht der Mensch stattdessen? Was kann sich hinter der Fassade eines offenbar perfekten Lebens verbergen? Niemand weiß, wieviele Tränen sein lächelndes Gegenüber geweint hat und welche Bilder seine Erinnerungen prägen. Man kann keinem Menschen hinter die Stirn schauen und oft täuschen uns unsere Eindrücke. In meinen Werken widme ich mich daher den Schattenseiten des schönen Scheins.


Selbstliebe und Selbstachtung - Der Schlüssel zum Erfolg


Wer sich selbst klein hält, der bleibt es auch. Wir alle haben unsere ganz individuellen Stärken und Fähigkeiten, an die wir glauben und auf die wir stolz sein dürfen. Ich bin weder ein Freund maßloser Selbstüberschätzung noch falscher Bescheidenheit. Aber wenn wir uns unserer Stärke bewusst werden und uns selbst wertschätzen können, werden es auch andere tun. Es gibt doch diesen Mythos von der sich selbst erfüllenden Prophezeiung? Ich glaube in einem gewissen Maße daran, im Guten wie im Schlechten. Also in dem Sinne *thinkbig*, *dreambig* und gebt niemals eure Träume auf!


Die größte Liebe eines Schriftstellers


Wir Autoren verbringen viele Monate, manchmal sogar Jahre mit dem Schreiben eines Werkes. Der Plot bestimmt unsere Gedankenwelt, er entwickelt irgendwann sogar eine Eigendynamik. Die Kreativität sprudelt nur so über und unsere Protagonisten werden von farblosen Figuren zu ständigen, lebendig scheinenden Wegbegleitern.
Am Ende dieses Prozesses steht ein Manuskript, das so viel mehr ist als nur ein Stapel bedruckter Seiten. Es ist ein Teil unserer Seele, geschrieben mit einer Feder, die in unser Herzblut getaucht wurde. Ich höre oft: Schreiben ist doch kein Beruf. Ganz richtig! Es ist eine Berufung, ein fest verankerter Teil Persönlichkeit, der uns Schriftstellern gar keine andere Wahl lässt, als unsere ganzen Eindrücke, Ideen und Gefühle auf Papier festzuhalten, sie zu sammeln und schließlich zu einem großen Ganzen zu verweben wie kostbare Seide.